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Hagen – Im Tal der Nibelungen

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  • Hagen – Im Tal der Nibelungen

    Constantin Film bringt die Nibelungen Sage ins Kino: der Trailer zu Hagen – Im Tal der Nibelungen.
    mein Musik-Projekt

  • #2
    Ich bin direkt mal neugierig. Eine Verfilmung über Hagen, den Wahren Helden der Nibelungen Saga. Hoffentlich kriegen sie das ordentlich hin

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    • #3
      Was ich hier posititiv mitnehme ist die scheinbare Tatsache, dass man die Sage hier einmal weniger verdreht hat als sonst üblich. Allerdings gibt es hier und da schon wieder mir unliebsame Hinweise darauf. Außerdem steckt RTL hinter dem Projekt - nicht gut (!!!) - und ich bin der Meinung, der Stoff wäre im Rahmen einer Miniserie deutlich besser aufgehoben.
      "Kommt Geister, die ihr lauscht auf Mordgedanken . . . und entweiht mich!" - MacBeth

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      • #4
        Hab den Film gesehen

        Ich habe die berühmteste deutsche Helden Saga mehrfach gelesen und kenne zig Versionen davon.
        Auch die ganzen Verfilmungen habe uch gesehen aber abseits der Version von Fritz Lang gab es bisher keine gute Verfilmung der Saga.
        Diese neuste Version orientiert sich an Wolfgang Hohlbeins Bestseller Hagen von Tronje, welches die Saga aus der Sicht von Hagen erzählt. Ein hervorragendes Buch was ich auch mehrfach gelesen habe auch wenn es die Saga etwas zusammenfast und es ein paar Änderungen und ein paar Sachen zusammen gekürzt hat, bzw. auch das Original Ende der Nibelungen weglässt.
        Diese Filmumsetzung geht so und zeigt wie in der Vorlage und der Original Saga, das Hagen der wahre Held der Geschichte ist und kein Verräter wie alle denken. Er ist stets loyal auch wenn die Königsfamilie von Burgund alles Schwächlinge sind und ist er der Einzige intelligente Charakter, der die Bedrohungen durch Siegfried erkennt. Er wird hier wirklich hervorragend dargestellt. Intelligent, stark und loyal
        Einzig was mich auch in der Vorlage störte war sein Anschmachten und seine Gefühle gegenüber Kriemhild. In der Original Saga gab es diese Gefühle nicht.
        Wie im Buch und in der Saga sieht man hier schön was für ein arogantes manipulatives Arsch Siegfried ist, wobei seine besonders schlimmen Taten nur angedeutet werden oder nicht erwähnt wurden. Was schade ist, hier hätte man noch mehr aus dem Bösewicht Siegfried hätte rausholen ist. Und ja auch in der Saga ist Siegfried der Bösewicht der Geschichte und hat den Speer in den Rücken mehr als verdient.
        Hier wurde dann leider auch vieles im Bezug auf Brunhild abgeändert um Siegfrieds schlimme Taten zu entschärfen. Sprich man hat sie nicht gezeigt oder erwähnt. Was schade ist, so wird am Ende wie so oft Siegfried der Bösewicht in einem viel zu gutem Licht dargestellt. Dabei tut er ihr mit das schlimmste an was ein Mann einer Frau nur antun kann und war ein sehr wichtiger Teil für den Verlauf der Geschichte.
        Die Darstellung der Königsfamilie ist perfekt. Strunzdumme, total naive Schwächlinge, die nicht merken wie sie ihr Königreich an Siegfried verlieren. Näher an der Saga geht es kaum.
        Optisch ist dieser Film sehr hochwertig in Szene gesetzt und sieht richtig toll und die Ausstattung ist für eine deutsche Produktion top. Die Kamera und die Kulissen stehen Hollywood in nichts nach.
        Großer Schwachpunkt und was diesen Film mit Wucht nach unten zieht ist der Cast und die Tatsache dass man merkt dass allesamt gewaltig auf deutsch nachsychonisiert wurden. Hierbei sind die Stimmen im Zusammenspiel mit den Darstellern absolut emotionslos. Man hat das Gefühl als würden die einfach nur monoton ihren Text vorlesen. Und diese Emotionslosigkeit hat sich entsprechend auch auf mich übertragen wodurch ich kaum mit den Charakteren mitfiebern konnte.
        Inhaltlich bricht die Qualität Geschichte auch ab der Sache mit Brunhild ein. Ab hier wird halt zu viel weggelassen und beschönigt und man weicht merklich von der Vorlage ab. Egal ob der Hohlbein Version oder der Original Saga. In diesem Film versuchte man im Nachhinein Siegfried wie so oft als Opfer darzustellen, was absolut falsch ist.
        Ebenfalls was doof war, aber das war auch im Roman von Hohlbein so, dass man den Abschnitt rund um Kriemhilts Rache nicht erzählt hat und somit die spektakuläre Ende der Nibelungen auslässt.
        Entsprechend hat man auch viel Potenzial liegen gelassen.
        Insgesamt auch wenn dieser Film eines der besseren Verfilmungen der Nibelungen ist, ist es weiterhin keine würdige Verfilmung. Vieles an Potenzial bleibt ungenutzt und traute man sich nicht zu erzählen.
        Dieser Film hat zwar einiges gut aus der Vorlage von Hohlbein übernommen auch auch einige der Schwächen und selbst bei den Stärken des Buches lässt man einiges an Potenzial liegen, indem man sich nicht traute das wahre böse Gesicht von Siegfried zu zeigen.
        Schade.

        4,75/10 Punkte

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        • chris.p.bacon
          chris.p.bacon kommentierte
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          Ich meinte mit der "Enter"-Taste :)

        • Sawasdee1983
          Sawasdee1983 kommentierte
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          chris.p.bacon sind mit der Enter Taste gemacht, sieht man nur nicht gut auf nem Smartphone. Auf nem Laptop aber sofort.
          Oder meinst du den mit einer Zusätzlichen Leerzeile. also 2x Enter

        • chris.p.bacon
          chris.p.bacon kommentierte
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          Ja, dann ist das beim Lesen entspannter
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